Katzen impfen ja oder nein? Krebs, Kritik und echte Fakten!

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In Deutschland gibt es keine Impfpflicht. Niemand muss seine Katzen impfen lassen. Aber sollte ich meine Katzen impfen ja oder nein? Hier scheiden sich die Geister. Denn die meisten Tierärzte sagen, impfen ist absolut notwendig. Impfgegner hingegen halten den Impfwahn für pure Geldmacherei der Pharmaindustrie. Kann Impfen sogar Krebs auslösen? Fakt ist: Impfen kann Leben retten, aber auch Leben kosten. Um Licht ins Dunkle zu bringen, befasse ich mich möglichst neutral mit dem Thema Katzen impfen ja oder nein. Ich erkläre euch, welche Impfungen für welche Katze nötig sein können und auf welche Impfungen man kritisch sehen sollte.

Empfehlungen vom Tierarzt

Wie oft sollte man seine Katze impfen? Und wogegen sollte man seine Katze impfen? Hier eine kurze Übersicht der Impfempfehlungen für Katzen von Tierärzten. Ob alle diese Impfungen wirklich sinnvoll sind und was man unbedingt beachten sollte, findet ihr im Abschnitt darunter.

Impfungen bei Kitten, die viele Tierärzten empfehlen: Grundimmunisierung

  • In der 8. Lebenswoche: Kitten impfen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche (RCP)
  • In der 12. Lebenswoche: Kitten impfen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche (RCP) und Tollwut + Leukose: nur bei Freigängern bzw. Kontakt mit Freigängern
  • In der 16. Lebenswoche: Kitten impfen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche (RCP) und Tollwut + Leukose + FIP: nur bei Freigängern bzw. Kontakt mit Freigängern
  • In der 19. Lebenswoche: Kitten impfen gegen FIP: nur bei Freigängern bzw. Kontakt mit Freigängern
  • Im 15. Lebensmonat Katze impfen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche (RCP) und Tollwut + Leukose: nur bei Freigängern bzw. Kontakt mit Freigängern

Impfungen bei erwachsenen Katzen, die viele Tierärzte empfehlen: Wiederholungsimpfungen

  • Katzenschnupfen und Katzenseuche (RCP) sollte alle 3 Jahre erfolgen
  • Impfung gegen Tollwut sind alle 3 Jahre vorgesehen
  • Die Leukoseimpfung wird jährlich oder im höheren Alter auch seltener empfohlen
  • Bei FIP reichen die 2 Impfungen im Abstand von 3 Wochen bei der Grundimmunisierung aus

Starre Impfprogramme oder individuelles Impfschema

Katzen impfen ja oder nein Impfung Katze WohnungskatzeDie Liste der Nebenwirkungen für Impfungen bei Katzen ist lang. Katzenbesitzer sind zurecht verunsichert. Darum sollte man seine Katze nur mit den Impfstoffen für Katzenkrankheiten impfen, die wirklich nötig sind und auch nur so wenig, wie möglich. Starre Impfprogramme gehören zum Glück bei den meisten Tierärzten der Vergangenheit an. Vielmehr wird heute bei einem guten Tierarzt ein individuelles Impfschema passend zur Katze entwickelt. Denn es spielt bei der Frage Katzen impfen ja oder nein eine erhebliche Rolle, ob es sich um eine Wohnungskatze oder einen Freigänger handelt.

Ebenso wichtig ist auch, wie alt die Katze ist und wie ihr Gesundheitszustand ist. Ob eine Katze also wirklich jedes Jahr bzw. alle drei Jahre eine Wiederholungsimpfung braucht, sollte keinesfalls festgeschrieben sein, sondern immer individuell beurteilt werden. Durch starre Impfprogramme werden Katzen manchmal viel öfter als nötig geimpft. Das füllt zwar die Kassen der Ärzte und der Pharmaindustrie, kann aber in Hinblick auf Nebenwirkungen und Impfreaktionen einen erheblichen Nachteil für die Katze haben.

Katzen impfen ja oder nein? Vorteile und Nachteile durch Impfen von Katzen

Der Vorteil ist ganz klar, dass geimpfte Katzen deutlich besser geschützt sind. Krankheiten wie Katzenschnupfen oder Leukose können einen qualvollen Tod für die Katze bedeuten. Jedoch können auch die Nebenwirkungen von Impfstoffen für Katzen gefährlich werden. Nebenwirkungen können Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Schmerzen sein.  Vor allem nach der Tollwutimpfung sind Nebenwirkungen wie Störungen des Nervensystems, Verhaltensveränderungen und Bewegungsstörungen zu beobachten. Diese lassen in der Regel aber nach einer Zeit von selbst wieder nach.

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Katze reagiert allergisch auf Impfstoff

Es können nach der Impfung bei Katzen auch Allergien auftreten. Solche allergischen Reaktionen äußern sich meist durch Übelkeit, Durchfall, Atemnot, Erbrechen oder das Anschwellen der Impfstelle. Sie sollten umgehend behandelt werden und können unbehandelt zum Tod führen. Es kann außerdem ein Anaphylaktischer Schock durch eine Impf-Allergie bei Katzen auftreten. Es kommt zu einem Kreislaufzusammenbruch direkt nach dem Impfen. Auch hier muss sofort vom Tierarzt gehandelt werden, damit die Situation nicht lebensbedrohlich wird.

Krebs durch Impfen bei Katzen

Katzen impfen ja oder nein Impfen Katze FreigängerEine Nebenwirkung durch Impfen bei Katzen können bösartige tumoröse Entartungen sein. Diese impfbedingten Fibrosarkome treten als Spätfolge an der Impfstelle auf. Jährlich erkranken mehrere tausend Katzen an bösartigen Tumoren durch Impfungen. Das Risiko ist bei Impfstoffen erhöht, wenn sie  Wirkstoffverstärker (Adjuvantien) enthalten. Darum sollte man immer darauf achten, dass adjuventienfreie Impfstoffe verwendet werden. Bei Katzenschnupfen und Seuche sollten Lebendimpfstoffe verwendet werden. Außerdem kommt es auch darauf an, wo die Katze geimpft wird. Nicht zu empfehlen sind Impfungen im Nacken, da hier die Wahrscheinlichkeit für eine Tumorbildung an der Impfstelle erhöht ist.

Wogegen kann ich meine Katze impfen lassen? Impfstoffe kritisch betrachtet:

Zur Grundimmunisierung gehören in der Regel Impfungen gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche sowie bei Freigängern auch gegen Leukose, Tollwut und FIP. Wie gefährlich sind diese Krankheiten und wir wirkungsvoll ist die Impfung tatsächlich?

Katze impfen gegen Katzenschnupfen:

  • Katzenschnupfen = Rhinotracheitisvirus, Feline Calicivirus wird meist gemeinsam mit dem Feline Panleukopenievirus (Seuche) geimpft: RCP
  • Katzenschnupfen ist für Katzen hochansteckend und gefährlich
  • Ist keine harmlose Erkältung
  • Kann lebenslange Folgen haben, z.B. Blindheit
  • Schnupfenimpfstoffe mildern Symptome, nicht aber die Infektion
  • Katzenschnupfenvirus mutiert sehr oft, ähnlich wie das Grippevirus bei Menschen
  • Studien haben gezeigt, dass noch einige Jahre nach der Grundimmunisierung ein Impfschutz bestehen kann

Katzenschnupfen – Katzen impfen ja oder nein? Eher nein. Weil das Virus sehr oft mutiert. Ob also nach einer Grundimmunisierung die Impfung insbesondere bei Wohnungskatzen regelmäßig oder überhaupt noch wiederholt werden muss, ist fragwürdig.

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Katzenseuche: Feline Panleukopenievirus oder auch Parvovirus

  • Katzenseuche ist hochgradig ansteckend
  • Befällt Magen und Darm und schwächt die Abwehrkräfte
  • Symptome sind sehr starke Durchfälle und extremer Flüssigkeits- und Elektrolytverlust
  • Verlust kann oft nicht ausgeglichen werden und führt dann zum Tod
  • Impfstoffe gegen Katzenseuche gelten als sehr wirkungsvoll
  • Kritische Tierärzte sagen jedoch, dass die Impfung bei der Grundimmunisierung für das ganze Leben ausreicht
  • Katzen können trotz Grundimpfung und ohne weitere Wiederholungen nur dann erkranken, wenn ihr Immunsystem sehr schwach ist und es eine extrem hohe Erregerdichte gibt (z.B. in Tierheimen oder bei Zuchten mit einem hohen Befall)

Katzenseuche – Katzen impfen ja oder nein? Ja, da der Impfstoff sehr gut wirkt und es sich um eine extrem gefährliche Krankheit handelt. Wie oft man die Impfung nach der Grundimmunisierung insbesondere bei Wohnungskatzen wiederholt, sollte man dennoch hinterfragen.

Macht Impfen gegen Tollwut bei Katzen wirklich Sinn?

  • Deutschland ist seit 2008 tollwutfrei: Keine Fuchstollwut mehr
  • Vereinzelt jedoch Fledermaustollwut, wofür Katzen anfällig sind
  • Eine durch eine Fledermaus angesteckte Katze ist bisher aber in Deutschland noch nicht bekannt geworden
  • Sollten Katzen viel Kontakt mit Fledermäusen haben, kann eine Impfung sinnvoll sein
  • Sollte eine Katze Kontakt mit einem tollwütigen Tier gehabt haben, muss sie hiernach getötet werden
  • Tollwut ist sehr gefährlich und kann auch von Tier zu Mensch übertragen werden
  • Für Auslandsreisen mit Katzen besteht Impfpflicht gegen Tollwut

Tollwut – Katzen impfen ja oder nein? Eher nein. Wohnungskatzen können auf die Impfung verzichten, weil so gut wie kein Ansteckungsrisiko. Bei Freigängern sollte man nach eigenem Ermessen und Abwägung der Risiken entscheiden.

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Katzen impfen gegen Leukose/ Katzenleukämie

  • Leukose = Felines Leukämievirus (FeLV) wird für Freigänger empfohlen, die viel Kontakt mit anderen Katzen haben
  • Übertragung durch Blut oder Speichel, z.B. bei Kämpfen und Bissen
  • Infizierte Katzen sind oft unauffällig und verbreiten so den Erreger weiter
  • Nur wenige der infizierten Katzen erkranken schlussendlich auch an der tödlichen Leukose
  • Symptome von erkrankten Katzen sind Tumore im Lymphsystem oder eine Schädigung des Immunsystems
  • Erkrankte Katzen sterben meist innerhalb von wenigen Jahren nach Ausbruch
  • Wiederholungsimpfung bei jüngeren Katzen empfohlen, ältere infizieren sich seltener
  • Kontakt zu Leukosekatzen vermeiden, denn trotz Impfung kann dauerhafter Kontakt mit Katzen, die Virus in sich tragen, ansteckend sein
  • Kritische Tierärzte sagen, dass Grundimmunisierung und eine Wiederholung im Erwachsenenalter ausreichen

Leukose – Katzen impfen ja oder nein? Bei reinen Wohnungskatzen ist die Antwort ganz klar: Nein. Bei Freigängern sollte in jedem Fall eine Grundimmunisierung sowie eine Impfung im jungen Erwachsenenalter erfolgen. Ob regelmäßige Wiederholungsimpfungen sinnvoll sind, muss individuell entschieden werden. Aber grunsätzlich ist bei Freigängern eine Impfung sinnvoll, also: Ja.

Katzen-Impfstoff gegen Infektionskrankheit FIP

  • FIP (Feline Infektiöse Peritonitis) wird durch an sich harmlosen Erreger Feline Coronavirus ausgelöst, wenn dieser mutiert
  • Feline Coronavirus führt normalerweise nur zu leichtem Durchfall
  • FIP hingegen ist aber eine ansteckende Bauchfellentzündung, die zum Tod führt
  • Impfung macht nur bei Jungtieren Sinn, wenn sie noch nie in Kontakt mit dem Erreger gekommen sind
  • Katzen, die schon Kontakt mit dem Erreger hatten, haben bereits ausreichend Antikörper gebildet, womit Impfung sinnlos ist
  • Einige Wissenschaftler sind gegen die Impfung, weil sie gar nicht schützen soll, im Gegenteil sogar riskant sein könne, weil die FIP Impfung den Krankheitsausbruch sogar fördern könne
  • Impfung ist besonders teuer

FIP – Katzen impfen ja oder nein? Jein. Hier muss nach Abwägung aller Risiken individuell entschieden werden in welcher Situation und in welchem Umfeld sich das Kitten befindet. Die Impfung macht nur bei Jungtieren Sinn, die noch keinen Kontakt zum Erreger hatten und selbst dann ist sie umstritten.

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Kann ich meinem Tierarzt vertrauen?

So oder so empfehle ich jedem seine Katze regelmäßig vom Tierarzt untersuchen zu lassen. Sucht euch wirklich einen Tierarzt, dem ihr vertrauen könnt. Ihr solltet das Gefühl haben, er beschäftigt sich individuell mit dem Tier und hinterfragt das Thema impfen ja oder nein zumindest kritisch. Leider bekommt man nämlich nicht von jedem Tierarzt eine neutrale oder kritische Meinung. Denn auch die Tierärzte verdienen an den Impfungen ihr Geld. Und genau wie überall gibt es auch unter den Tierärzten einige sehr gute, aber auch schlechte. Darum mein Tipp: Hinterfragt auch die Aussagen eures Tierarztes und informiert euch im Vorfeld selbst. Lasst euch nicht zu irgendwelchen Maßnahmen drängen, wenn ihr kein gutes Gefühl habt. Holt im Zweifelsfall noch eine weitere Meinung ein.

Katzen impfen: Achtung bei der Recherche im Netz

Katzen impfen ja oder nein WiederholungsimpfungBei eurer Recherche im Internet solltet ihr unbedingt auch die Artikel zum Thema Katzen impfen ja oder nein hinterfragen. Wer ist der Autor? Von wann ist der Artikel? Und welches Unternehmen steckt eventuell dahinter? Das einige Pharmakonzerne und Tierärzte sich ganz klar FÜR Impfen von Katzen aussprechen ist eigentlich logisch. Auch einige Futtermittelhersteller, die bei der Herstellung von Tierarztfutter mit Ärzten und der Pharmaindustrie kooperieren, haben eventuell nicht immer einen neutralen Ratschlag für euch. Zudem kursieren einige Blogbeiträge zu Katzenimpfungen im Netz, die schon völlig veraltet sind. Achtet also auch auf das Datum.

Katzen impfen ja oder nein – sinnvoll oder Unsinn?

Neben den gängigen Impfungen bei Katzen gibt es natürlich noch weitaus mehr, wogegen man seine Katze impfen KANN. Ob man das aber wirklich machen sollte, ist eine andere Frage. Das muss jeder nach eigenem Ermessen entscheiden.

Fakt ist: Die meisten Katzen kommen mit den Impfungen sehr gut zurecht und auch viele Wiederholungen schaden ihnen häufig nicht. Eine Grundimmunisierung von jungen Katzen ist in der Regel sinnvoll, damit der Körper Antikörper bilden kann. Früher wurden jährliche Wiederholungsimpfungen empfohlen. Heute liegt die Empfehlung bei den meisten Impfstoffen schon bei 3 Jahren und auch hier sollte immer die individuelle Situation einer Katze berücksichtigt werden.

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Denn zwischen den nötigen Impfungen für Wohnungskatzen und Freigängern gibt es starke Unterschiede. Zudem sollte man sich fragen: Lassen wir Menschen uns so oft impfen? Warum bzw. warum nicht? Unsere Körper haben ein Immungedächtnis. Antikörper, die vor längerer Zeit durch eine Infektion oder eine Impfung gebildet wurden, bleiben meist erhalten. Wann ist wirklich eine Auffrischung nötig? Seid kritisch und lasst eure Katze nicht mehr impfen, als wirklich notwendig.

Katzen impfen ja oder nein? Schreibt mir eure Meinung:

Ich bin kein Tierarzt und halte es auch für sehr fragwürdig, in jeglichen Bereichen, die die Gesundheit betreffen, pauschale Aussagen rein über das Internet zu treffen, ohne ein Tier untersucht zu haben. Daher meine Bitte: Beachtet immer die individuelle Situation eurer Katze. Jeder kann euch nur Empfehlungen geben. Wofür ihr euch am Ende entscheidet, liegt allein in eurer Hand. Ich freue mich über eure Kommentare. Schreibt mir: Lasst ihr eure Katzen impfen ja oder nein?  

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