Katastrophale Kastrationsaktion: Drama in Rumänien

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Nach diesem Beitrag werden einige von euch garantiert schockiert sein. Vielleicht werden sogar manche nichts mehr mit mir oder dem Verein zu tun haben wollen. Aber andere werden vielleicht auch nachvollziehen können, was an diesem Tag in Rumänien passiert ist. Ich werde nichts verschweigen. Auch wenn es nicht schön ist. Ihr erfahrt hier die ganze Wahrheit über die katastrophale Kastrationsaktion. Aber ich werde euch auch sagen, was wir alle tun können, damit so etwas Schreckliches nicht noch einmal passiert. Zuvor eine Bitte von mir an euch Leser: Bitte schaut nicht weg. Brecht nicht ab beim Lesen. Lest diesen Text unbedingt ganz bis zum Ende. Aber von vorne. Ich hatte euch ja bereits von meiner Reise nach Rumänien berichtet. Wie zu jedem ordentlichen Tierschutz-Trip gehörte auch bei uns eine große Kastrationsaktion dazu.

Kastrationsaktion und ganzheitlicher Tierschutz

Ich höre immer wieder, dass eine Kastrationsaktion das einzig wichtige ist, was man in Ländern wie Rumänien, Ungarn und Spanien machen sollte. Dem stimme ich nur halb zu. Denn meiner Meinung nach sollte eine ganzheitliche Tierschutzarbeit betrieben werden. Die Straßenhunde und -katzen, die nun einmal da sind, müssen in ein gutes Zuhause vermittelt werden, sofern sie zutraulich sind. Außerdem muss Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung vor Ort stattfinden, zum Beispiel durch den Besuch von Schulen und mit Infoständen auf Festen und in Einkaufszentren. Aber genauso muss sich auf politischer Ebene etwas ändern.

Das heißt auch hier müssen wir, die Tierschützer, ansetzen und mit Bürgermeistern und Stadträten ins Gespräch kommen. Natürlich spielen dann auch Kastrationen eine sehr große, wichtige Rolle. Denn ohne, dass die Vermehrung der Tiere in solchen Ländern eingedämmt wird, kann sich auch nichts ändern. Aber weil sich selbst durch umfassende Kastrationsaktionen nicht plötzlich alle Tiere in Luft auflösen, gehören für mich die Vermittlung aber auch der Ausbau der Tierheime ebenso dazu.

Keiner spendet für Kastrationsaktion

kastrationsaktion tierheim rumänien tierschutz welpenSeltsamerweise werden die Stimmen nach Kastrationen immer lauter. Aber wenn man Spenden für Kastrationen sammelt, ist die Spendenbereitschaft extrem gering. Nichts desto trotz hatten wir für unseren 2. Tag im rumänischen Tierheim eine große Kastrationsaktion geplant. Unsere Tierschützerin Delia bezahlte bis dato immer 35€ pro Kastration. Schon bei unserem ersten Spendenaufruf für die Kastrationsaktion hatten uns Tierschutzkollegen darauf hingewiesen, dass 35€ sehr viel wären und sie bei einem anderen Tierarzt deutlich weniger bezahlen: nur 25€ pro Kastration. Das macht bei vielen Kastrationen schon einen enormen Unterschied. Weil Delia mit ihrem Tierarzt nicht mehr zufrieden war, hatte sie nach einem neuen gesucht und war auch auf den Tierarzt gestoßen, der bei vielen anderen Tierschutzvereinen in Rumänien ebenfalls die Kastrationsaktion für je 25€ durchführt. Geplant waren für diesen Tag 40 Kastrationen. Doch es kam alles ganz anders…

So laut hatten die Hunde noch nie zuvor gebellt

Im Tierheim halfen wir an dem Morgen den Tierpflegern bei der Arbeit. Wir reinigten die Wassereimer und füllten alle Eimer der 200 Hunde mit frischem Wasser auf. Weil es noch kein fließendes Wasser im Tierheim gibt, mussten wir das Wasser aus einem Tank mit einer Gießkanne nehmen. Das war nach einer Zeit für uns, die sonst nur Schreibtischarbeit gewohnt sind, ganz schön anstrengend. Während ich gerade wieder meine Gießkanne auffüllte, hörte ich plötzlich ohrenbetäubendes Gebell. So laut und so aggressiv hatten die Hunde im Tierheim zuvor noch nie gebellt. Ich drehte mich um und sah, wie der Tierarzt kam. Aber er kam nicht alleine. Er brachte 5 sehr junge Männer mit. Die Hunde bellten und sprangen gegen die Gitter, als die Männer näherkamen. Hinter ihnen Delia mit einem besorgten Gesichtsausdruck.

Kastrationsaktion IM Zwinger?

kastrationszwinger

Wer jetzt denkt, dass nun 40 Hunde verladen und in die Tierarztpraxis gebracht werden, der hat falsch gedacht. Delias Tierheim ist ein privates Tierheim. Sie hat 2017 ihren gut bezahlten Job gekündigt und innerhalb von wenigen Wochen das Tierheim erbaut, um den vielen Hunden das Leben zu retten. Doch es gibt aktuell weder Wasser, Strom noch einen Raum, in dem man kastrieren könnte. Nur die Hundezwinger. Darum wird, wie in einigen anderen Tierheimen in Rumänien auch, im Zwinger kastriert. Dass das nicht sonderlich hygienisch ist, kann sich jeder vorstellen. Unter anderem deswegen wollte der Tierarzt auch nicht, dass wir Fotos und Videos der Kastrationsaktion machen. Während der Tierarzt und Gefolge in einem leeren Zwinger einen OP-Tisch aufbauten, erzählte uns Delia leise, was sie beschäftigte.

Viel Selbstbewusstsein aber keine Erfahrung

kastrationen kastra kastrationsprojekt fellnasen nothilfe delia tierschutzSie hatte mit dem Arzt vereinbart, dass er mit 1-2 Tierarzthelfer/innen kommt. Stattdessen hat er aber die 5 Jungs mitgebracht. Sie waren alle schätzungsweise noch unter 20 und in einem ihrer ersten Semester auf der Uni für Tiermedizin. Studenten ohne jegliche Berufserfahrung aber mit einer großen Portion Selbstbewusstsein. Delia hat im letzten Jahr eine Ausbildung zur Tierarzthelferin gemacht, damit sie nie alleine auf das Urteil eines Arztes vertrauen muss. So weiß sie selbst genug, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Das sollte an diesem Tag noch eine entscheidende Rolle spielen. Inzwischen hat sie schon zahlreiche Hunde mitbehandelt und bei vielen OPs assistiert. Sie wusste genau, dass Kastrationen unter den Bedingungen nicht einfach sind und war skeptisch, ob die jungen Männer das hinbekommen. Doch der Tierarzt beruhigte sie ein wenig. Also ging es los.

Kastrationsaktion: Zu welchem Preis?

Delia zeigte dem Team nach und nach, welche Hunde kastriert werden sollten und sie teilten sich auf, um den Hunden die Betäubungsspritzen zu geben. Die Spritzen sollten auch die Studenten geben. Ich konnte beobachten, wie ein Student zu einem sehr lieben, ruhigen Hund rein ging. Aber es auch nach mehrmaligem Versuchen nicht hinbekam, die Spritze mit seiner zittrigen Hand zu setzen. Eine von Delias Mitarbeiterinnen kam ihm zu Hilfe, weil die Nadel schon im Hund steckte und der inzwischen angesteckt von der Nervosität unsicher durch den Zwinger lief. So, wie es anfing, ging es auch weiter.

kastrationsprojekt tierschutz kastraAls die ersten Hunde einschliefen, trugen die Studenten sie aus ihren Zwingern. Auch große, über 20kg schwere, narkotisierte Hunde packten sie einfach an ihrem Nacken oder ließen ihre schläfrigen Köpfe beim hochheben baumen. Dann wurden die Hunde auf den Boden gelegt und ihnen wurde der Bauch rasiert. Beim rasieren haben die Studenten gequatscht, gelacht und geraucht. Weil sie unaufmerksam waren, haben sie den Hunden immer wieder ausversehen in den Bauch geschnitten. Es waren nur kleine Schnitte. Und die Hunde waren unter Narkose und haben nichts gespürt. Aber das muss doch nicht sein, oder? Was war der wahre Preis, für diese Kastrationsaktion?

„Wir brechen die Kastrationsaktion ab!“

Delia war wegen dem Verhalten der Jungs sehr aufgewühlt und wütend. „Ich kann es nicht sehen, wenn jemand meine Hunde so behandelt. Wir brechen die Kastrationsaktion ab!“, entschied sie enttäuscht und wütend. Sie sagte, dass nur noch die Hunde, die bereits die Narkosespritze bekommen hatten, kastriert werden sollten.

Weil Delia kurz das Tierheim verlassen musste, gab sie uns ein paar Anweisungen. Ab jetzt sollten Carina und ich die Hunde aus ihren Zwinger raus und nach der OP wieder in ihre Zwinger rein tragen. Nicht mehr die Studenten. Außerdem bat sie uns, die Studenten genau im Auge zu behalten. Mit uns blieb Delias Stellvertreterin Andra im Tierheim zurück, die die ganze Zeit beim Arzt und bei den OPs bleiben sollte. Delia wollte gar nicht gehen. Doch es ging nicht anders. Sie musste los. „Wir passen auf“, versprach ich ihr. Wir hatten alle kein gutes Gefühl bei der Sache. Doch wir wussten auch, dass diese große Kastrationsaktion so wichtig ist. Und wer jetzt denkt, das war schon der schlimme Teil, den ich euch erst gar nicht erzählen wollte, der täuscht sich. Dieser Tag wurde noch viel, viel schlimmer.

Ich schrie nach Hilfe

Wir taten, was wir sagten. Ich blieb mit 3 Studenten bei einem schon für die OP vorbereiteten Hund, achtete auf die Lage seiner Zunge und streichelte ihn. Andra war mit dem Tierarzt in einem Zwinger. Carina war am anderen Ende des Tierheims bei einem Hund, der gerade aus der Narkose aufwachten. Die 2 anderen Studenten liefen mal wieder die Zwinger entlang und machten sich darüber lustig, dass die Hunde bellten. Als ich plötzlich ein dumpfes, immer wiederkehrendes Geräusch hörte. Rums… Rums… Rums… Was war das?

hund zeigt zähne kastrationsaktion rumänien tierschutzIch stand auf und ging dem unbekannten Geräusch nach. Als ich näherkam, sah ich schon wie Toby am Gitter zum Nachbarzwinger lag und zuckte. Da erkannte ich, was los war und mir wurde eiskalt und übel. Der 5-jährige Toby war bereits von der Narkosespritze eingeschlafen. Normalerweise sind die Zwinger durch ein Gitter und eine Holzwand getrennt, sodass die Hunde sich gar nicht sehen und berühren können. Doch die Holzwand war verrutscht.

Sam, der Hund im Zwinger neben Toby, zog immer wieder Tobys Schwanz durch das Gitter… Und Toby, der sich am Morgen noch seine Pfote verletzt hatte, knallte jetzt jedes Mal mit dem mit dem ganzen Körper gegen das Gitter, wenn Sam mit voller Kraft an seinem Schwanz riss. Rums. Seine Rute war schon halb zerfetzt. Überall war Blut und Fell… Ich schrie Sam an, doch er beachtete mich gar nicht und riss ein Stück von Tobys Rute ab. Er war im Blutrausch. So konnte ich auf keinen Fall zu ihm in den Zwinger gehen. Ich schrie nach Hilfe und hämmerte immer wieder gegen den Zwinger von Sam, damit er mich und nicht Toby beachtete. Sam sah mir mit einem blutigen Stück Fleisch im Maul in die Augen. Es war schrecklich.

Ich hätte mich am liebsten übergeben

Der Tierarzt und Andra rannten zu mir. Jetzt ging alles ganz schnell. Während ich Sam weiter ablenkte, holten sie Toby raus und brachten ihn in den OP-Zwinger. Sie versuchten zu retten, was noch zu retten war. Da kam auch schon Delia wieder. Ich lief zu ihr und berichtete ihr, was geschehen war. Sie wurde blass und ihr entsetzen spiegelte sich in ihren Augen wieder. Sie ging sofort zum Arzt und assistierte bei der OP. Tobys Rute war nicht mehr zu retten. Die Hauptarterie war durchtrennt und es fehlten große Stücke des Wuschelschwanzes.

toby opfer kastrationsaktionTrotz der angespannten Stimmung und dem unangemessenen Kichern der Studenten, behielt Delia einen kühlen Kopf. Vorwürfe hätten Toby jetzt nicht geholfen. Sie entschied sich für eine Amputation und eine anschließende Kastration von Toby. Denn er sollte nicht noch einmal in Narkose gelegt werden müssen. Nach der Kastration rasierten wir Toby noch sein langes, verfilztes, von Flöhen übersätes Fell und brachten ihn dann in einen anderen Zwinger, weit weg von Sam.

Das Ende Kastrationsaktion

Da saß ich nun auf dem Boden in einem Zwinger mit Tobys Kopf auf dem Schoß. Ich hätte am liebsten laut losgeheult. Ehrlich. Ich habe mich in dem Moment so hilflos gefühlt. Toby tat mir unendlich leid. Und ich war wütend. Wütend auf die ganze Kastrationsaktion. Auf den Tierarzt und auf die Jungs. Aber auch auf die ganze Situation und diese Ungerechtigkeit. Die Ungerechtigkeit, dass Toby so etwas passiert ist. Dass die Bedingungen hier in Rumänien für eine Kastrationsaktion so katastrophal sind. Und auf das ganze Leid der Straßenhunde. Ich hätte in dem Moment am liebsten Toby in den Arm genommen und einfach nur geweint. Aber ich wollte jetzt stark sein. Denn als weinendes Häufchen Elend hat sicherlich noch keiner etwas im Tierschutz bewegt.

kastrationen im tierschutzAls Toby aufwachte, sah ich an seinem Blick, dass er die Welt nicht mehr verstand. Er hob den Kopf und schaute auf seine verletzte, verarztete Pfote. Registrierte das kurz geschorene Fell. Schaute auf seine Kastrationsnarbe… und auf seine fehlende Rute. Dann ließ er den Kopf erschöpft zu Boden fallen. Die Kastrationsaktion war zu Ende. Es wurden nur 10 von 40 geplanten Hunden kastriert. Aber als der Tierarzt mit seinen Studenten das Tierheim verließ, fiel die Anspannung endlich von uns ab. Auch die Hunde entspannten sich sofort. Im Tierheim wurde es wieder still. Wir kümmerten uns noch weiter um Toby und die anderen frisch kastrierten Vierbeiner und ließen den Tag Revue passieren.

Hätten wir es verhindern können?

Wir diskutierten noch lange über den Tag. Delia ärgerte sich. Sie machte sich selbst Vorwürfe. Aber woher hätte sie wissen sollen, dass sowas passiert? Der Tierarzt ist ein bekannter Tierarzt, der für viele namenhafte Vereine täglich kastriert. Woher hätte sie wissen sollen, dass sich die Zwischenwand plötzlich löst? Das Toby genau am Gitter einschläft. Das der sonst so liebe Sam auf einmal so reagiert? Hätten wir es verhindern können? Wer war schuld? Glaubt mir, ich hätte liebend gerne diesen herzlosen jungen Männern die Schuld gegeben, die die Hunde lieblos und grob behandelt haben. Die sich über uns und das ganze Drama auch noch lustig gemacht haben. Aber es war weder ihre, noch unsere Schuld. Es war eine Verkettung, vieler unglücklicher Umstände. Es hätte auch eine gute Kastrationsaktion werden können.

Delia hat ihr wahres Gesicht gezeigt

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Mir hat dieser Tag dennoch ein Stück weit die Augen geöffnet. An Hand von Delias Reaktion konnte man erkennen, dass die Hunde ALLES für sie sind. Sie hat sich aufgeregt. War wütend. Sehr emotional. Es hat ihr sichtlich weh getan, wie die Studenten mit ihren Hunden umgegangen sind. Und sie hat sich durchgesetzt. Der günstigere Preis war ihr egal. Ihr war es in dem Moment auch egal, was wir vom Verein oder der renommierte Tierarzt von ihr denken. Sie hat die Kastrationsaktion einfach abgebrochen. Weil das Wohl ihrer Hunde für sie das Wichtigste ist.

Auch vorher hat man schon gespürt, dass ihr die Hunde viel bedeuten. Aber sie war vorher immer taff und lustig. An diesem Tag habe ich gesehen, wie ernst es ihr mit dem Tierschutz ist. Tierschutz ist ihr Leben. Diese Hunde sind ihr Leben. Und das sage ich nicht nur so, wie es viele als Floskel sagen. Diese Hunde bedeuten ihr alles. Dieser Tag hat mir aber auch gezeigt, wie wichtig Delias nächstes Projekt ist und wie dringend wir dafür kämpfen müssen, dass es realisiert wird.

Der Bau einer Klinik

kastrationstag rumänienDelia möchte bis August 2018 eine Klinik bauen. Eine Tierklinik in ihrem Tierheim, wo die Hunde in Zukunft unter hygienischen Bedingungen kastriert werden können. Wo sie schon vorher in einen separaten Raum kommen, dort in Narkose gelegt werden und auch nach der Narkose in Ruhe unter sterilen Bedingungen wieder aufwachen können. Zur Klinik soll neben dem Vorbereitungs- und OP-Raum auch eine Quarantänestation gehören, in der kranke, alte und schwache Hunde separiert gehalten werden. Dadurch stecken sich die Tierheimhunde nicht mehr mit meist tödlichen Krankheiten wie Parvo und Staupe von Neuankömmlingen an. Und mit einer Klinik wäre sowas wie mit Toby nie passiert.

Die Bauarbeiter stehen in den Startlöchern

Delia hat schon alles für den Klinikbau vorbereitet. Sie hat eine Bauzeichnung erstellt. Gemeinsam mit einem Team den Boden geebnet. Betont gegossen und das Grundgerüst gebaut. Die Klinik könnte innerhalb von nur einer Woche fertig sein. Das Material ist da und die Bauarbeiter stehen in den Startlöchern.  Jetzt fehlt nur noch das Geld. Insgesamt 7.000€ kostet der Klinikbau. 1500€ haben wir bereits gesammelt (Stand: 2.7.18).

Ich möchte auf keinen Fall, dass sowas nochmal passiert. Und ich denke, jeder wahre Tierfreund, also auch ihr, meine Leser, wollt das nicht. Es darf nicht sein, dass diese Hunde weiter unter so schlechten hygienischen Bedingungen kastriert werden. Die nächste große Kastrationsaktion soll mit einem tollen Tierarzt in der neuen Klinik stattfinden. Darum ist meine Bitte an euch: Helft mit, diese Klinik zu erbauen. Ich garantiere euch, dass eure Spenden 1 zu 1 ankommen. Im Herbst werde ich wieder nach Rumänien fahren und dann möchte ich euch die fertige Klinik zeigen.

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UPDATE: Dank der Spenden meiner Blogleser und der Unterstützung von VETO – Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen sind insgesamt 10.000€ für die Klinik gespendet worden (Stand: 29.7.18). Die Klinik ist nun fast fertig gebaut. Weil noch mehr als das benötigte Geld gespendet wurde, kann nun auch die komplette Einrichtung wie OP-Tische, Lampen, Regale, OP-Material, Boxen für die Quarantäne usw. gekauft werden. Gemeinsam haben wir es geschafft ❤️ In Kürze können die ersten Hunde in der Tierklinik um rumänischen Tierheim behandelt werden.

Nächste Kastrationsaktion in der Tierklinik?

kastrationsaktion mrsverde tierheim rumänienAls ich am Abend in der Dusche stand, sammelte sich ein rot-braunes Rinnsal auf dem Duschboden. Erst da bemerkte ich, dass ich sogar unter meiner Kleidung voller Dreck, Blut und Desinfektionsspray war. Es war ein verdammt harter Tag. So einen Tag, wie diesen möchte ich nicht noch einmal erleben. Die nächste Kastrationsaktion soll unter sterilen Bedingungen in der neuen Klinik stattfinden. Ich hoffe nicht, dass sich wegen meiner Ehrlichkeit nun jemand von dem Verein oder von Delia abwendet. Das wäre nicht fair.

Und wenn ihr jetzt denkt, andere Vereine wären besser. Anderen Tierschützern passiert sowas nicht. Dann täuscht ihr euch. In anderen Tierheimen werden jeden Tag Hunde totgebissen, weil die Tierschützer viel zu viele Hunde „retten“ und dann in zu kleine Zwinger sperren. Das ist Tierschutz mit Herz, aber ohne Verstand. Davon erfahrt ihr nur nie. Weil die meisten nicht so offen mit solchen Situationen umgehen.

Tierschutz mit Herz und Verstand

Doch ich will ehrlich sein. Denn Delia leistet wirklich großartige Arbeit mit viel Herz UND Verstand und tut alles, um so viele Hunde wie möglich aus der Tötungsstation und von der Straße zu retten. Aber sie weiß genau, wie viele sie retten und auch wirklich unterbringen und versorgen kann. Sie arbeitet sehr professionell und gibt immer 1000%. Doch selbst die besten, professionellsten Menschen geraten mal in solche schlimmen Situationen.

toby drama bei kastrationsaktion wahrheit tierschutzVerurteilt uns deswegen bitte nicht. Sondern helft uns dabei, diesen Hunden und noch vielen weiteren Hunden ein besseres Leben zu schenken. Ich kann verstehen, dass ihr schockiert seid, über das, was passiert ist. Das bin ich auch. Aber mir zeigt es, dass wir gemeinsam was ändern müssen. Mir hat der Tag gezeigt, wie enorm wichtig die Klinik für die Zukunft ist. Darum habe ich schon gespendet und meine ganze Familie animiert auch zu spenden. Ich danke allen von Herzen, die auch gespendet haben und es uns ermöglicht haben, die Klinik zu bauen.

P.S. Toby geht es inzwischen wieder gut. Aber er sucht dringend ein Zuhause. Bei Interesse meldet euch einfach bei Fellnasen-Nothilfe eV. Und bitte, bitte gebt euch einen Ruck und unterstützt Delia und ihre Tierschutzarbeit auch weiterhin.

Mehr Infos zum Bau der Tierklinik bekommst du hier >>

 

 

 

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